Salzkammerguttrophy

18 Jul

Ein Rennen zum abhacken war die diesjährige Salzkammerguttrophy für mich. Ich bestritt ja heuer zum 3. mal die Extremstrecke mit 211 km und 7119 HM. Nach meinen grossen Erfolg im vergangenen Jahr, wo ich nach 13Stunden und 55 Minuten zur Ziel preschte, wollte ich heuer das Ziel in 12:45 Stunden erreichen. Doch leider ging alles schief. Jetzt im Nachhinein gesehen…….kein Wunder. Hatte ja mit der Trophy in 4 Wochen 3 schwere Rennen in den Beinen. Begonnen mit dem 4 Tage Rennen der Alpen Tour Trophy, wo 204 km und 8800 HM zu bewältigen waren, danach gings weiter zum Mondsee Marathon, und eben zur Sazkammerguttrophy. Dazwischen waren immer schwere Trainings zu absolvieren, wo ich den Körper keine Gnade gab. Eine Woche vor der Trophy fuhr ich noch meine Attersee Runde mit meinem Bruder, und meinem Freund Peter. 147 km mit 1200 HM fuhren wir in einem Schnitt von 32,7 km/h. Und ich fuhr sicherlich 130 km immer vorne. Na ja hab ich halt wieder was gelernt. Das Rennen lief dann alles andere als berauschend. Gleich 8 km nach dem Start am Rehkogel musste ich ausweichen über eine Steinige Passage, und zeriss mir die Radhose genau am Hintern. Da war mir schon ein wenig klar, wenn ich ins Ziel komme muss fast ein Wunder geschehen, da ich mit nacktem Hintern auf meinen Carbon Sattel nur scheuerte. Entgegen der Wettervorhersage Regnete es von 5:00 Uhr Morgens bis ca. 11:00 Uhr. Mein Hinterteil hielz sich auch erstaunlich gut. Beim ersten mal durch die Ewige Wand hatte ich die Ehre mit Andreas Goldberger zu fahren, und wir hatten eine murts Gaudi zusammen, bis wir beide innerhalb von 50 Metern in einer sehr Steinigen Passage stürzten. Doch es war dann nur ein besserer umfaller bei mir. Goldi hat es etwas blöder erwischt, konnte aber auch gleich weiter fahren. Nach 6:30 St. und knapp 5000 HM passierte ich km 120, und ich war Happy, da ich in einer guten Zeit lag, und meine Zielzeit locker zum erreichen war. Doch dann kam langsam das böse erwachen, und ich bekam unerwartete Krämpfe in den Beinen, die ich einfach nicht mehr in den Griff bekam. Ich hatte alles richtig gemacht mit dem Salz etc.. Im Nachhineingesehen dürfte ich zu viel Cola auf der Strecke getrunken haben (ca. 7 Liter) von 20 Liter Flüssigkeit insgesamt. Doch ich kämpfte, kämpfte und kämpfte, dachte oft an eine Aufgabe des Rennens, doch das kam dann nicht in Frage. Mit den wirklich allerletzten Kräften, und einem tobenden Hintern (konnte kaum noch im Sattel sitzen) konnte ich dann in 14:11 Std das Ziel erreichen. Es wurde nicht meine angepeilte Zeit, doch das Ziel unter diesen Bedingungen für mich zu sehen ist beinahe ein Wunder. Ein kleiner Trost für mich persönlich ist, das ich dann doch um 3 min. schnller war als Andi Goldberger, und und um 1:13 min. schneller als mein Bruder und mein Freund Peter.

Jetzt hab ich mal gut Regenariert, und steige wieder uns Training ein, wo ich Phase 3 einläute für mein großes Vorhaben die Crokodile Trophy, die am 22. Oktober startet. Genau so hab ich es auch geplant, und liege trotz dem Rückschlag im Plan. Jetzt kommen einige Rennen auf der Kurzdistanz, bevor ich noch ein langes Rennen am 28. August starte. Werde am Ötztaler Radmarathon teilnehmen, wo 234 km und 5500 HM zu bewältigen sind.

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One Reply to “Salzkammerguttrophy”

  1. Hallo Herbert,
    hier ist Christian Spielberger. Der dein altes Bike gekauft hat.

    Gratuliere zur Salzkammerguttrophy! Ist doch ein super Erfolg. Du musst es hald zur Vorbereitung auf dein großes Rennen in Australien sehen.

    Dein altes Bike taugt mir voll. Hat schon einige Einsätze hinter sich. Unter anderem eine Woche in Schlanders (Süd Tirol). Holy Hansen Trial und wie hieß der noch, „Pro Pain Trail“ denk ich. Das Bike wird mir noch sicherlich einige Jahre Freude bereiten.

    Ich wünsch dir noch viel Erfolg und ein schönes Rennen in Australien.

    Lg aus Mondsee,
    Christian.

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