Finisch in 13 h 55 min.

13 Jul

Es ist geschafft. Hatte ja vom Jahr 2013 noch eine Rechnung offen mit der Salzkammerguttrophy,  wo ich nach km 80 gestürzt bin, und mich an der Schulter verletzt habe, musste dann nach km 130 das Rennen beenden.

Was macht in Bad Goisern die Strecke A so herausfordernd ??

Die Zutaten:

  • 211 km auf 85 % losen Untergrund
  • 7049 Höhenmeter
  • Steigungen von 32% und mehr (Salzberg, etc.)
  • Extremste Singletrails die Dir alles abverlangen
  • Heuer extreme Hitze
  • Startzeit 5:00 Uhr Früh
  • 10 Berge zu bezwingen
  • Zeitlimits auf der Strecke
  • etc., etc.

Nach meinem Ausfall in China beim Gobi March, wo ich mir mein Knie zerrümpelt habe (Knorpelschaden), muss doch das Sportlerleben irgendwie weiter gehen!! Und nach dem o.k. der Ärzte, das ich ich uneingeschränkt Radfahren darf, war für mich klar ich muss heuer wieder die Strecke A in Angriff nehmen, trainierte auch noch sehr gut in den letzten 4 Wochen. Spulte die Woche noch so ca. 400 km runter, und das auch immer in einen ganz schönen Tempo. 4 Wochen sind zwar sehr wenig, doch die Form hatte ich ja noch von meinen Lauftraining Intus.

Anreise am Freitag Nachmittag, Bikecheck erledigen, Startunterlagen holen, und noch ein wenig einfahren, wo ich auch noch bemerkte das mit dem Bike was nicht stimmt, und in einer Wekstatt wurde dann auch noch die Kasette getauscht. Danach kamen auch noch meine Freunde vom MTB St. Agatha. Jetzt waren wir Vollständig.

Samstag um 5:00 Uhr früh gings dann auch richtig los. Mein Plan war klar, mich nicht hetzten zu lassen, und mein eigenes Tempo zu fahren. Die äusseren Bedingungen waren ja perfekt, noch ewar kühl am Morgen, aber Tags waren über 30 Grad angesagt, also genau meine Bedingungen. Nach 2 km gings dann auch schon hoch auf den Rehkogel, weiter zum Raschberg, und weiter zur Hütteneggalm. Herrlicher Ausblick auf der ganzen Strecke, und der Wunderschöne Sonnenaufgang am Gegenhang lies die Strapazen vergessen. Jetzt kommen die ersten richtigen Herausforderungen im Technischen Sektor richtung Ewige Wand, prügelte mir ja immer ein, ja keinen Sturz, und wenns geht, wäre es auch super ohne Technischen Defekt. So war es dann auch, konnte es genau so umsetzten. Unten in Weissenbach/Laufen angekommen, ging es wieder rauf am Rehkogel, Reith/Altaussee, Hagan Lodge….und wieder runter bis fast ins Tal, man geniesst die Schnellen Bergabpassagen die man voll hinunterhetzt, den der nächste Berg kommt gleich im Anschluss, rauf zur Tauernkreuzung……runter ins Tal, und wieder ewig rauf zur Hütteneggalm, wo es weiter ging wieder zur Ewigen Wand, hinuter nach Laufen, und der letzte Anstieg zum Hochmuth. Unten im Tal angekommen hatte ich schon 130 km in den Beinen, und ich muss sagen es ging mir erstaunlich gut, keine Schmerzen, keine Krämpfe , und noch ein lächeln im Gesicht. Bis km 150 im Tal dahin Krusen war schon eine Wunderbare Sache, immer wieder so viele Zuseher die Dich anfeuern. Doch jetzt in Hallstatt beginnt das eigentliche Rennen, und die Entscheidung ob du ins Ziel kommst oder nicht. Der legendäre Salzberg mit einer max. Steigung von 32 § und seinen 13 Kehren liegt vor mir. Mein Plan war so eit wie möglich fahren, und dan schieben, aber ja nicht überpowern……genau so zog ich es auch durch, und ich wurde von einigen überholt, was mich auch nicht aus meinen Konzept brachte. Ich wusste am nächsten berg hole ich sie alle wieder ein……den der Salzberg bestraft alles. Genau so war es dann auch auf die Roßalm, am höchsten Punkt des Rennens (1500 Meter) holte ich sie alle wieder ein, die waren alle gezeichnet vom Salzberg, die mussten sogar schieben, obwohl die Steigung im Vergleich nichts war. Oben angekommen, wusste ich…..ich werde die Ziellinie sehen, hab ja nur mehr die Abfahrt zu den Hinteren Gosau Seen, und einen Berg mit 400 Hm zu überwinden. Doch dies war immer schon mein Hassberg, da man schon mehr im Ziel ist in den gedanken, doch es liegen noch immer 30 km vor mir. Auch diesen Anstieg hab ich hinter mir liegen gelassen, jetzt nur mehr Gas geben und mein Ziel unter 14 Stunden erreichen…….wird knapp dachte ich mir , weilich wusste was ich noch zu fahren habe, aber mein Tacho schon 211 km angezeigt hatte. Also trat ich noch mal voll in die Pedale, mein Glück war das sich auch noch ein mitkonkurent das selbe dachte und wir uns Gegenseitig puschten. War schon noch mal Hammer, die allerletzten Körner aus den Beinen zu holen……..und dann die Ziellinie, ich glaube ich brauche nicht zu schreiben was in mir vorgegangen ist, und wie groß die Freude war. Das härteste MTB Rennen Europas zu Finischen, und dies unter solchen bedingungen wegen der Extremen Hitze.

50% der Teilnehmer  auf der Strecke A mussten das Rennen beenden, also glaube ich zurecht, das es mir gar nicht so schlecht gelungen ist.

Es war auf jeden fall die Feuertaufe für mein nächstes Abenteuer, wo ich euch im letzten Bericht versprochen habe, es bekannt zu geben, wollte einfach noch die Trophy abwarten.

Bestreite im Jahr 2016, Oktober das härteste MTB Etappenrennen der Welt. Die „Crokodile Trophy“ in Australien. Über 900 km und 14000 Höhenmeter quer durchs Outback in 9 Tagesetappen warten auf die Athleten.

Nächere Infos folgen!!

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Überglücklich im Ziel nach 211 km und 7049 HM

One Reply to “Finisch in 13 h 55 min.”

  1. Hallo Herbert,
    nochmals Glückwunsch zu den extrem starken 13h55min. In Bruckmühl konnte ich zumindest bis auf 2 Sekunden mithalten.
    LG
    Markus

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