Glück im Unglück

11 Jul

Das 24 Stunden Rennradrennen in Grieskirchen ist auch wieder Geschichte. Leider mit einem traurigen Ergebnis für mich. Muss seit Jahren leider wieder einmal ein DNF in mein Buch schreiben……..

Start war pünktlich um 12:00 Uhr Mittags. Und ich konnte mich gleich mit der Spitze im Feld halten. Wir fuhren ein extrem hohes Tempo, auf den ersten 50 km 37 km/h Schnitt. In Runde 2 holten wir auch schon alle 6 Stunden Fahrer ein, die 5 min. vor uns gestartet sind….inkl. meinem Bruder Günther, der sich wacker geschlagen hat. Und plötzlich in Runde 5 wieder ein Riesen Kracher am Rad……ich glaubte es kaum, aber schon wieder ein Speichenriss (schon zum 3. mal heuer, das 2. mal bei einem Rennen). Es ist zum verzweifeln. Jetzt musste ich warten auf mein Team, das mir ein Ersatzrad brachten, und die Minuten zur Ewigkeit wurden. Ich verlor eine knappe halbe Stunde, und das Rennen war für mich schon fast gelaufen, da ich diese Zeit nie mehr aufholen kann, da ich so eine schnelle Gruppe nicht mehr erwischen werde. So kam es auch, ich musste die nächsten 3 Runden fast immer alleine fahren. Wenn ich auf Fahrer auflief, dann waren sie mir zu langsam. Doch plötzlich kam das Spitzenfeld wieder heran, mit denen ich von Start an immer fuhr, und ich konnte wieder locker mit ihnen mitfahren……leider mit einer Runde Rückstand. Wir spulten Runde für Runde herunter, und um 22.00 Uhr hatten wir noch immer einen km Schnitt von 34,4 km/h.

Leider verspürte ich auf einen Schlag riesen Stiche im Herzbereich, und ich entschied mich, eine kurze Pause einzulegen, um nicht meine Gesundheit zu gefährden. Fuhr dann auch wieder weiter, und kam auch wieder sehr gut in den Rhythmus. Hatte auch immer wieder kleinere Gruppen, die zusammen fuhren. Doch nach 3 Runden wieder ein noch ärgeres Stechen im Herzbereich, ich fuhr wieder in die Box, und fürchtete schon das es zu Ende sein wird. Mein Team drängte dann auch, das Rennen zu beenden, da ich so und so nur mehr die goldene Ananas gewinnen kann. Schweren Herzens hörte ich auch auf mein Team. Die Schmerzen wurden zwar besser, aber lange nicht zu denken an ein komplettes verschwinden. Am Ende fuhr ich dann doch 386 km mit einem Schnitt von 32,2 km/h.

Am Sonntag Abend fuhr ich ins Krankenhaus, um es abklären zu lassen, wo ich jetzt noch immer bin, die Ärzte konnten auch nichts feststellen, gegenüber anfangs befürchteten großen Schwankungen im EKG. Es steckt(e) irgend eine Entzündung im Körper, die jetzt schon kaum mehr zu erkennen ist. Leider hatte ich diese Entzündung schon vor dem Rennen, und bei der Belastung hat sich der Körper gemeldet, und gesagt…… nein Herbert, jetzt ist mal Schluss…….auch gut so. Jetzt nutze ich die Zeit und lass alle nötigen Untersuchungen machen….und es ist auch alles zu 100% in Ordnung, was mich sehr positiv stimmt.

Werde auch am Samstag die Salzkammerguttrophy in Bad Goisern bestreiten, heuer die Strecke B mit 119 km und 4000 Höhenmeter.

Also, es besteht kein Grund sich Sorgen zu machen. Ich möchte ja noch schöne Rennen bestreiten können………2018 steige ich ja in die Mastersklasse (50) auf, wo ich dann wirklich mal sehen kann wo ich liege, da ich mich ja jetzt immer mit den jungen 40iger messen musste.

In diesem Sinne auf ein ganz neues……..und mein Leitspruch zählt jetzt wieder noch mehr……..„Der Schmerz vergeht, der Stolz bleibt“   

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