Das war die Crokodile Trophy 2016

3 Nov

Erster Bericht von der Crokodile Trophy

Erstmals möchte ich mich noch mal recht herzlich bei meinen Sponsoren bedanken, die mir dieses Abenteuer überhaupt möglich gemacht haben. Und wenn ich da von Abenteuer spreche, dann ist es das im warsten Sinne des Wortes. Denn ich hatte wirklich den Defektteufel im Gepäck dabei. Es hat so wunderbar begonnen. Am freitag vor dem rennen fuhr ich noch ein Kriterium in der Esolanade in Cairns, wo ich im Spitzenfeld mitfuhr, und in der AK Klasse sogar ganz vorne dabei war. Leider wurden nur Australische Fahrer gewertet, aber egal.

Auf der ersten Etappe hatte ich gleich nach km 2 einen Platten, wo mich das ganze Feld überholte, und ich lange dem Feld hinterherhetzen musste, leider musste ich da auch noch mit dem Messer zwischen den Zähnen fahrend einen Sturz hinnehmen. Also gleich mal zum abhacken, und schon sehr viel Rückstand aufgerissen. Am Abend wieder auf Toubless zurückgebaut, wo ich schon ein wenig ein mulmiges Gefühl hatte. Am 2. Tag mit Ausgangspunkt in Cairns gab ich dann noch einen Schlauch in den Vorderreifen, da die Luft wieder nicht hielt. Beim Neutralisierten Start wieder die Luft weg…….zum verzweifeln, also rasch eine Patrone rein, damit ich wenigsten zum Start komme. Dort wiederum einen Schlauch rein. Jetzt hielt es. Die Etappe gleich richtig anspruchsvoll mit einem 1000 HM Anstieg……fuhr toll mit, hatte auch eine super Gruppe gefunden, wo wir uns gegenseitig motivierten und anpeitschen. Doch nach km 30 wieder ein Platten am Hinterreifen, und keinen Schlauch mehr dabei. Jetzt musste ich warten auf einen Fahrer, der mir einen Schlauch borgete. Das rennen an diesem Tag war wieder gelaufen, und nach 102 km kam ich nicht körperlich aber im Kopf zerschmettert ins Ziel. Die nächste Etappe lief ganz gut……auf 57 km, 55 km reine Single Trails, und ein ständiges Bergab und Bergauf (Videos folgen). Konnte an diesem tag wieder plätze gut machen. Auf der 3. Etappe mit 77 km war es richtig lustig, immer wieder die Änderung der Vegetation…….und dann auch plötzlich im Regenwald….Atemberaubend hier zurchzupreschen, wenn die Tiere ganz laut zu hören sind. Vom Regenwald draußen dann das nächste Problem, die Kette abgerissen, und dann auch noch beim flicken das Kettenglied falsch eingebaut. Jetzt sprang mir von Gang 3 bis Gang 11 immer wieder die Kette über, und ich konnte keinen Druck mehr auf Pedak geben, damit ich mir auch nicht noch die Kasette zerstöre……und es liegen noch anstrengende 40 km vor mir. Aber ich kam auch da ins Ziel. Erstaunlicherweise büsste ich keinen Platz in der Gesamtwertung ein…….was wäre gewesen wenn das Problem nicht gewesen wäre….aber leider is halt so. Etappe 5 war die längste mit 131 km. Und es lief einmal wie am Schnürchen….hatte super Beine, und konnte mich je länger das rennen dauerte immer noch steigern….voi cool. Die letzten 40 km auch wieder eine super Gruppe zusammen von 4 Fahrern, wo am Schluss einer nicht mehr mithalten konnte. Ich spürte das ich heut ganz vorne mit dabei bin. Leider im Zielsprint die falsche Route gewählt, und um 20 Sekunden das Podest verloren, das ärgerte einerseit schon ein wenig, anderseits voll Glücklich, da ich den 15. Gesamtrang an diesem tag erreichte. Die nächste Etappe ist was für die Sprinter, auf den 48 km mit nur 400 HM wusste ich, ich kann da nicht mithalten, aber ich verlor keinen Platz in der Gesamtwertung. Etappe 7 jetzt wieder mit 102 km, wo ich wustte das könnte wieder mein Tag werden. Und es ging auch gleich richtig zur Sache. Konnte immer wieder auf andere fahrer aufschliessen. da fuhren wir dann auch ca. zu Zehnt lange in der Gruppe. Doch sie war mir zu langsam…… und ich wartete den richtigen Moment ab um eine Atacke zu starten. Der Moment war jetzt da, und ich trat richtig rein. Binnen kürzerster Zeit hatte ich riesen Vorsprung, und ich wusste das bringe ich wieder ins Ziel…..Gefühlsmässig wieder in der nähe des Podestplatzes. Doch 10 km vor dem Ziel wieder ein böses erwachen. Nach einem Downhill dürfte mir ein Stein in das Schaltwerg geraten sein, und zertrümmerte mir das ganze Schaltwerk, wo an ein weiterfahren nicht zu denken war. Was tun, hab geflucht wie ein Rohrspatz, aber irgenwie ins Ziel kommen heißt die Devise. Also mit dem linken Fuß ins rechte Pedal einklippsen, und wie mit einem Roller irgendwie schaun das ich die Ziellinie sehe. Und es war Hammer stark so die 10 km heimrollen. Im Ziel warf ich das Rad im großen Bogen weg, so enttäuscht war ich. Jetzt bauten wir Notdürftig einen 11fach Springer rauf, um wenigsten das Zeitfahren am letzten Tag nach Port Dougless noch zu fahren. Dies ging dann auch noch so halbwegs, und ich kam in Port Dougless an. Atemberaubend waren die letzten 10 km am Starnd……die ganzen Pannen waren für einen Moment vergessen, und ich genoss nur mehr km bis zur Ziellinie.

Fakt ist, ich werde dieses rennen 2018 wieder bestreiten, und hoffe das ich dann mal den Glücksengel im gepäck habe.

Weiter Infos, Fotos und Videos folgen in den nächsten Tagen hier auf meiner HP.

Und danke für die zahlreichen besucher auf meiner HP, die mir ganz sicher fest die DAumen gedrückt haben………aber wie heißt es so schön „Der Schmerz vergeht, der Stolz bleibt“

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2 Replies to “Das war die Crokodile Trophy 2016

  1. Ja, war eine nette Zeit mit Dir/Euch und eine ganz neue Erfahrung für mich. Du bist ja von Deinen Wüstenläufen Schlimmeres gewohnt aber für mich als „Stadtkind“ war das schon mal was anderes. Wünsche Dir für Deine weitere Bikekarriere alles Gute und bin mir sicher, dass sich unsere Wege wieder mal kreuzen – zB bei der Ringattacke LG Thomas

  2. Hallo Herbert, es hat Spaß gemacht die Tour mit dir zu fahren. Kopf hoch, du kommst 2018 gestärkt wieder. schöne Grüße aus dem Westen
    Daniel

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