Berichtigung/Lungenembolie

17 Jan

Das hat er jetzt davon,  er hats ja Jahrelang übertrieben, runter vom Gas, jetzt wird er doch in Australien nicht starten. Das sind die Worte und Sätze, die ich mir im Moment anhören muss, oder mir zugetragen werden.

Natürlich  bin ich diesen Leuten nicht böse, denn leider kennen die meisten nicht wie es dazu gekommen ist.

Aber was ist geschehen…

Mein Training lief bis Dato ja genau nach Plan, und ich hatte für diese Jahreszeit schon eine sehr bemerkenswerte Form. Musste ja meinen Korper vom Laufen aufs Radeln umstellen. In der Nacht von Sonntag auf Montag (4. Jänner) traten in Brustbereich plötzlich große Schmerzen auf. Ich bekam schwer Luft, war kurzatmig, und die ganze rechte Seite begann riesig zu schmerzen. Nicht mal Schmerzmittel haben da etwas geholfen. Am Montag morgen war es etwas besser, doch im laufe des Vormittags wurden die Schmerzen wieder heftiger. Ich war der Ansicht, ich habe mich beim Training auf der Walze die Nieren etwas verkühlt, und nahm die Geschichte trotzdem nicht so ernst. Nach anraten einer guten Freundin vom Fitnesscenter, die keine Ruhe mehr gegeben hat bin ich am späten Nachmittag dann doch ins Spital gefahren zur Begutachtung. Nach einem Check wurde nichts festgestellt, und ich wollte schon nach Hause. Doch ich solle noch auf das Ergebnis ber BLutuntersuchung warten. Leider kam dann die große Ernüchterung.

Ich durfte nicht einen Schritt mehr selber machen. Im Blut wurde leider festgestellt, das ich ich eine beidseitige Lungenembolie hatte. Und nach dem Lungenröntgen wurde als draufgabe auch noch ein leichter Lungeninfarkt festgestellt. Ich war von einer Sekunde auf die andere am Boden zerstört, da die Diagnose einfach zerschmetternd war. 10 Tage sollte ich im Krankenhaus verharren.  Lt. Ärzte bin ich nur mehr am Leben, da ich eine so gute Kondition hatte, besser gesagt, mein Lungenvolumem und Herz ist Überdurchschnittlich in Grösse und Wiederstandsfähigkeit (Ich danke jetzt Gott dafür, das ich immer auf so hohem Level trainieren, und solche Rennen bestreiten durfte). Mir wurde mit jedem Tag bewusster, welches Glück ich eigentlich hatte. In diesen 10 Tagen Spitalsaufenthalt wurde ich nun auf Herz und Nieren durchgecheckt, manches sogar doppelt, da die Ärzte keine plausible Erkärung hatten, wie ein lt. Ärzte (Spitzensportler) eine Lungenembolie mit fogenden Lungeninfarkt haben kann. Leider kamen sie auch zu keinem Ergebnis. Erst als mein Vater zu Besuch war, erzählte er mir, das er vor X Jahren mal einen Lungeninfarkt hatte. Den Ärzten war jetzt klar, das dies eine Erbgeschichte ist, was sie auch vorher schon in Betracht gezogen hatten. Meines persönlichen Erachten hat es auch mit seelischen Problemen zu tun, mit dem ich schon längere Zeit zu kämpfen habe.

Jetzt muss ich für mein restliches Leben Bluverdünner einnehmen, wodurch ich als Bluter eingestellt bin. Der Vorteil dieser Erkenntnis ist, das das Restrisiko, wieder mal an einer Lungenembolie oder Thrombose zu erkranken gleich NULL ist. Nachteil davon ist, bei Verletzungen blutet man etwas länger als normalerweise, gefährlicher bei Inneren Verletzungen………doch auch hier gibt es schon perfekte Gegenmittel. Und anderseits darf man sich auch nicht Verrückt machen…….man müsste bei jedem Schritt im Leben Angst haben sich zu Verletzen.

Die Ärzte sagten mir auch einige male, (da ich eh vor so vielen Fragen nicht ein noch aus wusste), je mehr Sport bei einer Embolie desto besser. Je mehr und länger das Blut schneller in Bewegung ist, desto weniger das Risiko an so etwas zu erkranken.

Ich hoffe, ich habe die Skeptiker, oder die, die eine falsche Meinung dazu haben, nun einen genaueren Einblick verschafft haben zu können. Wäre Nett wenn auch solche vielleicht ungewollte Falschaussagen nicht mehr, oder nicht mehr so oft hinaus getragen werden. Ich versetze mich auch in die Lage der Skeptiker. Wahrscheinlich würde auch ich so denken, wenn ich nicht die Ursache, und die Diagnose wüsste. Darum bin ich natürlich auch niemanden Böse.

Eigentlich wollte ich auch nichts hier auf meiner Home Page schreiben. Es ist im Moment auch schwer genug mit dem Gedanken fertig zu werden, das ich ganz knapp am Tod vorbei geschrammt bin. Werde in paar Wochen auch auf Kur fahren, wo ich in ärztlicher Beobachtung meine Leistung wieder hochschrauben werde, und auch darf. Im Moment gehe ich viel spazieren, täglich so 10 km, um einerseits doch ein wenig fit zu bleiben, und anderseits im Kopf wieder frei zu werden. Geniese dabei die Natur, den Neuschnee, und die reine Luft……es ist halt kalt, würde lieber in der Sahara spazieren gehn ;).

Jetzt hoffe ich ist nur mehr eine Frage offen ?????? Australien…….natürlich werde ich das Rennen in Australien bestreiten…….ich bin ja nicht mehr krank, im Gegenteil, bin wieder völlig hergestellt. Werde auch den Saisonstart mit Mitte April bei der Attersee Trophy im Auge behalten.

Freue mich über jeden positiven, aber auch Anregungen, Fragen oder Skepsis Eintrag auf meiner Home Page. Werde auch offene Fragen ehrlich beantworten.

„Setzte Dir Ziele, und Du wirst Sie erreichen“ dieses Motto gilt jetzt noch mehr wie zuvor in „meinem ersten Leben“ . Dafür kann ich Gott nur danken.

2 Replies to “Berichtigung/Lungenembolie

  1. Hallo, ich bin in diesem Moment in der selben Situation. Ich bin zwar kein Spitzensportler, aber 4x die Woche geh ich laufen MTB oder im Winter Skitouren. Hatte vor 20 Jahren einen Lungeninfarkt,jetzt eine Lungenembolie. Hab ich nur bemerkt weil ich beim Laufen nach 1km nicht mehr konnte. Keine Schmerzen, aber aus.Keine Luft.
    Bin Gott sei Dank gleich zum Arzt. Nach dem EKG wollten sie mich eigentlich auch schon nach Hause schicken.
    Dann haben Sie die Blätterte bekommen, der Schock war groß.
    Ich werde auch auf Bluter eingestellt. Die Thrombose Strümpfe sollte ich 1 Jahr lang tragen. Wäre im Sommer beim Sport nicht wirklich gut. Habe ehrlich gesagt zur Zeit auch Angst vor dieser gesamten Situation.
    3 Monate sollte ich nur spazieren gehen. Wie ist das bei dir.
    Mit sportlichen Grüßen
    Christian

    • Hallo mein Freund!
      Meine persönliche Einschätzung dazu ist ganz einfach. Eine Lungenembolie geht meist tödlich aus, aber „uns“ hat der Tod verschont, also haben wir schon 99% überstanden. Die Ärzte meinten ich solle keinen Sport mehr machen, doch das kam nicht in Frage, und ich machte ihnen klar das ich mit dem Extremsport weitermachen werde, und plötzlich waren sie auch meiner Meinung. In der Anschliesenden Reha war dann Versuchskaninchen. Wurde auch auf eigenen Wunsch aufs Maximum getestet. Die Ärzte allersamt konnten es nicht glauben, das man nach einer so starken Erkrankung nach 2 Monaten wieder so Topfit sein kann. Sport, Bewegung und gesunder Lebensstil ist der Schlüssel zum Erfolg. Ich war 2 Wochen im Krankenhaus, hab dann aber zu hause gleich wieder begonnen mit spazieren gehen, bin fast täglich eine 10 km Runde im flotten Tempo gegangen. hatte auch hier schon nicht einmal das Gefühl schwach zu sein. Ich bin jetzt auch ein Leben lang auf Bluter eingestellt, aber egal. Ich nehme Pradaxa, hat anscheinend den Vorteil, da ich um die Welt reise mit meinem Sport, da auch in den ärmeren Ländern Gegenmittel Vorhanden sind wenn man sich wirklich mal verletzen würde (Innerlich). Ich hoffe ich konnte dir ein wenig weiterhelfen. Ansonsten einfach anrufen. LG

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